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Wellness-Oase unter dem Dach

Badmanufaktur Beuttenmüller

Die Besitzer dieser Wellnessoase bauten das zuvor für eine fünf-köpfige Familie genutzte Haus aus den 70er Jahren komplett um. Die Nutzung war jetzt vorgesehen für nur zwei Personen.

Im Erdgeschoß wurden Wände entfernt und es entstanden zwei großzügige Räume, eine neue Küche mit allen technischen Raffinessen. Die Badprofis von Aqua Cultura bauten im Erdgeschoß das WC ein. Dunkelbraune Fliesen in den Wohnräumen wichen einem hellen Kalksteinbelag, die Wände wurden in einer baubiologischen Spachteltechnik verarbeitet. Das Treppenhaus - zuvor eine geschlossene Holzwangentreppe - erhielt Licht und Großzügigkeit durch offene Steinstufen und ein Edelstahl-Glasgeländer.

 

1. OG

Im 1. OG befinden sich die Schlafzimmer sowie das Bad. Das Bad war in den für diese Zeit typischen Farbtönen gehalten: Braun für Fenster- und Türrahmen sowie für die deckenhohen Fliesen, und curry für die Sanitärgegenstände.

Es war der Kundenwunsch, in diesem Raum, der der täglichen Hygiene der beiden berufstätigen Personen diente, zugunsten von mehr Großzügigkeit auf die Badewanne zu verzichten und stattdessen eine größere Dusche einzubauen. Die Formensprache sollte rund und weich sein, die verwendeten Materialien sollten natürlich sein.

Es entstand eine Schneckendusche nach einem Entwurf der Innenarchitektin Jutta Reiff (Innenarchitektin der Firma Beuttenmüller). Die Dusche ist im Innern mit grünem Bisazza Mosaik gemauert. Sie hat einen Glasschlitz, durch den Licht aus dem Bad-Innenraum einfällt und eine Fußbodenheizung. Außen hat die Dusche die gleiche steingraue Kalkputztechnik wie der restliche Raum.

Der runde Doppelwaschtisch hat eine Platte aus Granit Verde Maritaka. Der Spiegel ist als kleine Nische ausgebildet und hat rechts und links flächenbündig eingebaute Schränke zum Aufbewahren von Utensilien

 

Dachgeschoss

Das dunkle Dachgeschoß wurde zur lichtdurchflutteten Wellnessoase umgebaut. Über die Treppe gelangt man zunächst in eine helle Leseecke und tritt dann durch eine satinierte Glasschiebetür in den Badbereich, der das gesamte Dachgeschoß einnimmt. Dem Wunsch des Kunden entsprechend, dem natürliche Materialien wichtig sind, ist der Fußboden teils aus geöltem Parkett, teils - und zwar auf der aus technischen Gründen notwendigen zweiten Ebene - aus Feinsteinzeugfliesen. Die Rundung der zweiten Ebene nimmt die Form des ovalen Whirlpools wieder auf. Im Whirlpool liegend kann man nun durch das darüber sich erhebende Dachfenster den Wolken oder Sternen nachträumen.

 

Es gibt nur wenige Bereiche, wo ausreichend Stehfläche ist. Das ist unmittelbar unter dem Dachfirst, also wurde dorthin der Waschtisch und direkt dahinter die bodeneben geflieste Dusche eingebaut. Die Dusche erhielt einen Vorhang aus feiner Fallschirmseide, den man zurückziehen und somit den Raum bei Nichtbenutzung optisch erhalten kann. In der Dusche stehend hat man durch das gegenüberliegende Dachfenster einen weiten Blick in die Natur.

Die Wände sind mit einem atmungsaktiven Kalkputz versehen.

Die Planung und Bauleitung bei diesem Projekt hatte die Innenarchitektin der Firma Beuttenmüller Jutta Reiff. Ohne professionelle Innenarchitektin wäre dieses Projekt nicht durchzuführen gewesen, da durch das Wegfallen von Wänden und das Öffnen des Daches umfangreiche statische Berechnungen notwendig geworden waren. Die erste Frage des Kunden war somit auch, ob wir eine ausgebildete Innenarchitektin hätten - nur mit einer solchen Person könne er das Projekt durchführen.

Die Dauer pro Projekt lässt sich schwer abschätzen, da es Bauaktivitäten auf drei Etagen gab und Arbeiten parallel ausgeführt wurden. Die Planungszeit für alle drei Projekte dürfte ca 2 Monate in Anspruch genommen haben. Die Ausführungszeit ebenso ca 8 Wochen.


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